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Grundlagen der beruflichen Vorsorge

Personalvorsorge

Die berufliche Vorsorge in der Schweiz ist einzigartig. Im Gegensatz zu den meisten ausländischen Modellen ist sie in einem 3-Säulen-System eingegliedert.
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Hintergrund der beruflichen Vorsorge in der Schweiz

Personalvorsorge hat in der Schweiz eine lange Tradition. Bereits Jahrzehnte vor Einführung des gesetzlichen Obligatoriums (BVG) im Jahr 1985 haben Patrons vieler Schweizer Unternehmen die Notwendigkeit einer sozialen Absicherung ihrer Angestellten und deren Familienangehörigen erkannt. Die Mitarbeiter haben diese Weitsicht oftmals mit langer Treue zum Unternehmen gedankt.

Rechtsformen

Die berufliche Vorsorge setzt in der Schweiz auf strikte Trennung des Unternehmens von dessen Personalvorsorgeeinrichtung. Folgende Rechtsformen sind dafür zulässig:

  • Stiftung
  • Genossenschaft
  • Einrichtung des öffentlichen Rechts

Vorteile der eigenständigen Organisation

Sollte ein Unternehmen in Konkurs gehen, ist die Personalvorsorgeeinrichtung davon nicht betroffen. Die Pensionskasse ist gegenüber Begehrlichkeiten des dahinterstehenden Unternehmens geschützt. Sind zum Beispiel freie Mittel vorhanden, kann das Unternehmen nicht darauf zugreifen.

Eine Kapitalgesellschaft ist als Träger für die berufliche Vorsorge unzulässig. So profitieren primär die Versicherten selbst und nicht etwa Aktionäre oder Gesellschafter von den Erträgen der jeweiligen Personalvorsorgeeinrichtung. Diese Eckpfeiler der 2. Säule sichern so die berufliche Vorsorge.



Wer ist versicherungspflichtig?

Als Arbeitgeber tragen Sie die Verantwortung gegenüber Ihren Mitarbeitern. Für Personen, die im Sinne der AHV als Arbeitnehmer beitragspflichtig sind, gibt es eine Versicherungspflicht. Sie befinden sich in einem unselbständigen Arbeitsverhältnis. Selbstständigerwerbende hingegen haben die Möglichkeit sich freiwillig einer Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen.

  • Wer gilt als unselbstständig?

    Als unselbstständig gelten Personen, welche von einem Arbeitgeber angestellt sind und Lohn beziehen. Die Rechtsform des Unternehmens spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Gesellschafter einer Aktiengesellschaft oder einer GmbH gelten ebenfalls als Arbeitnehmer, auch wenn sie massgeblich am Gesellschaftskapital beteiligt sind. Versicherungspflichtig sind Arbeitnehmer:

    • Mit einem Jahreslohn von mehr als CHF 20'880.-
    • Ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres
    • Mit einem unbefristeten oder auf eine Dauer von mehr als drei Monate begrenzten Arbeitsverhältnis
  • Wer gilt als selbstständigerwerbend?

    Selbstständigerwerbende treten unter eigenem Namen auf und arbeiten auf eigene Rechnung. Die zuständige AHV-Ausgleichskasse entscheidet, ob jemand selbstständigerwerbend ist. Die meist gewählten Rechtsformen von Selbstständigerwerbenden sind Einzelfirmen- und Kollektivgesellschaften. Im Gegensatz zu Arbeitnehmern sind Selbstständigerwerbende nicht dem BVG-Obligatorium unterstellt. Sie können sich jedoch freiwillig versichern lassen bei der:

    • Vorsorgeeinrichtung ihrer Arbeitnehmer
    • Vorsorgeeinrichtung ihres Berufsverbandes
    • Auffangeinrichtung
Besonderes

Nicht obligatorisch versicherte Arbeitnehmer, die bei mehreren Arbeitgebern angestellt sind und deren gesamter Jahreslohn CHF 20'880.- übersteigt, können sich entweder bei der Auffangeinrichtung oder bei der Vorsorgeeinrichtung einer ihrer Arbeitgeber freiwillig versichern lassen. Arbeitnehmer, die bereits bei einem ihrer Arbeitgeber obligatorisch versichert sind, können sich für den Lohn eines weiteren Arbeitgebers zusätzlich versichern lassen. In beiden Fällen muss das Vorsorgereglement entsprechende Bestimmungen vorsehen.

Welche Leistungen sind versichert?

Grundsätzlich ist zwischen obligatorischen Leistungen (BVG) und überobligatorischen Leistungen zu unterscheiden. Im Gesetz sind die folgenden Leistungsarten vorgesehen:

  • Im Alter: Altersrente, Pensionierten-Kinderrente
  • Bei Invalidität: Invalidenrente, Invaliden-Kinderrente
  • Im Todesfall: Ehegattenrente, Waisenrente
  • Beim Austritt: Freizügigkeitsleistung

Das BVG legt auch die minimalen Leistungen fest.



Ausgangslage

Für die BVG-Pflicht muss ein AHV-pflichtiger Lohn vorhanden sein. Dieser Lohn dient auch als Berechnungsgrundlage für die berufliche Vorsorge. Die Meldepflicht obliegt dem Arbeitgeber.

Was ist ein AHV-pflichtiger Lohn?

Der AHV-Lohn ist das Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, das Sie der Pensionskasse melden. Melden Sie der Pensionskasse immer den AHV-Jahreslohn (inkl. Bonus). Für eine versicherte Person mit stark schwankender Einkommenshöhe ist der durchschnittliche Jahreslohn der entsprechenden Berufsgruppe massgebend.

Wann muss der Lohn gemeldet werden?

Der Lohn ist in folgenden Fällen sofort zu melden:

  • Neuaufnahmen
  • Lohnänderungen

Für die Erstellung der Pensionskassenausweise für das neue Versicherungsjahr melden Sie der Pensionskasse die Lohndaten im Voraus.



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