Willkommen bei der AXA Schweiz
Login myAXA
 
 
 

Finanzierung der beruflichen Vorsorge

Beitragszahlung

Die Vorsorgeeinrichtung muss die Sicherheit dafür bieten, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Beratung anfordern


Wie ist die Finanzierung geregelt?

Die Finanzierung in der beruflichen Vorsorge erfolgt paritätisch. Das bedeutet, dass der Anteil des Arbeitgebers mindestens gleich hoch sein muss wie die gesamten Beiträge aller Arbeitnehmer. Diese Beiträge setzen sich zusammen aus:

  • Sparbeiträgen zur Finanzierung der Altersleistungen
  • Risikobeiträgen zur Finanzierung der Leistungen bei Invalidität und Tod
  • Kostenbeiträgen zur Deckung administrativer Aufwände
  • Beiträge für den Sicherheitsfonds

Wie müssen die BVG-Beiträge bezahlt werden?

Die Beiträge sind entweder monatlich, jährlich vorschüssig zu Beginn des Jahres oder vierteljährlich zu überweisen. Beim Anschluss an die Sammelstiftung einer Lebensversicherungsgesellschaft ist in der Regel der gesamte Jahresbeitrag jährlich vorschüssig per 1. Januar fällig. Die Sammelstiftung benötigt insbesondere die Risikobeiträge für Tod und Invalidität im Voraus, weil sie der Lebensversicherungsgesellschaft die Prämien für die Versicherungsleistungen zu Beginn des Jahres entrichten muss.

Die Sparbeiträge für die Altersvorsorge werden beim jährlich vorschüssigen Zahlungsmodus diskontiert, dadurch wird der Arbeitgeber für das zinslose Vorschiessen der Altersgutschriften (Arbeitnehmerteil) entschädigt. Ein Ratenzuschlag kann einberechnet werden, wenn die Vorsorgeeinrichtung die Beiträge monatlich oder vierteljährlich verlangt.



Vorschüssige Beitragszahlung

Bei Sammelstiftungen der Lebensversicherer mit Versicherungssparlösungen sind die Beiträge in der Regel jährlich vorschüssig geschuldet. Am Ende des Versicherungsjahres muss das Kontokorrent respektive das Vertragskonto ausgeglichen sein.

Unterbleibt die fristgerechte Zahlung schuldet der Arbeitgeber einen Zins. Für Saldi zugunsten des Arbeitgebers wird am Ende des Versicherungsjahres ein Zins gutgeschrieben, für Saldi zugunsten des Versicherers ein Zins belastet.

Der Vorteil der vorschüssigen Beitragszahlung ist, dass dem Arbeitgeber tiefere Sparbeiträge belastet als den versicherten Personen Altersgutschriften angerechnet werden.

Nachschüssige Beitragszahlung

Bei der nachschüssig vereinbarten Zahlungsart sind die Beiträge über ein ganzes Jahr verteilt und in der Regel vierteljährlich am Quartalsende fällig. Für diese Zahlungsart kann die Vorsorgeeinrichtung einen Zuschlag erheben. Für nicht fristgerechte Zahlungen wird ein Sollzins belastet.

Der Vorteil der nachschüssigen Beitragszahlung ist, dass die Beiträge bequem auf beispielsweise vier Quartalszahlungen verteilt werden und nicht zu Beginn des Jahres eine grössere Liquidität beanspruchen.

Wie funktioniert das Kontokorrent für die Beitragszahlung?

Das Kontokorrent dient dem eigentlichen Zahlungsverkehr und ermöglicht eine flexible Zahlungsweise. Anstatt jede einzelne Forderung oder Verbindlichkeit jeweils bei deren Fälligkeit isoliert zu erfüllen, werden diese Forderungen oder Verbindlichkeiten laufend verrechnet.



Arbeitgeber-Beitragsreserven

Die Beiträge für die berufliche Vorsorge erbringen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer gemeinsam. Für den Arbeitgeberanteil besteht zudem die Möglichkeit für zukünftige Arbeitgeberbeiträge Beitragsreserven zu bilden.

Zweck

Die Beitragsreserven dienen zur Vorfinanzierung der zukünftigen Arbeitgeberbeiträge. Sie können beispielsweise in wirtschaftlich schlechteren Zeiten zur Finanzierung der beruflichen Vorsorge verwendet werden und so das Unternehmen entlasten.

 

Steuerliche Behandlung

Beitragsreserven sind ein attraktives Instrument zur Steueroptimierung. Aus Sicht des Unternehmens sind sie Geschäftsaufwand, reduzieren in der Bilanz den Unternehmensgewinn und somit die Steuerbelastung.

Besonderes

Aus den Beitragsreserven dürfen keine Arbeitnehmerbeiträge finanziert werden. Bei Selbstständigerwerbenden dürfen Beitragsreserven nur für die Arbeitgeberbeiträge des Personals und nicht für den Selbstständigerwerbenden selbst aufgebaut werden.



Teilliquidation der Pensionskasse

Mit der Teilliquidation werden die freien Mittel oder der Fehlbetrag des Vorsorgewerks im Sinn der Gleichbehandlung gerecht auf die verbleibenden und austretenden Versicherten aufgeteilt.

Weshalb eine Teilliquidation der Pensionskasse?

Die Teilliquidation hat nichts mit der bevorstehenden Auflösung der Pensionskasse oder des Unternehmens zu tun. Viele Vorsorgewerke verfügen über freie Mittel. Meistens bestehen diese aus Überschussanteilen, die durch Kapitalgewinne am Finanzmarkt erzielt wurden. Vereinfacht gesagt verfügt das Vorsorgewerk in diesem Fall über ein grösseres finanzielles Polster, als für die Leistungen im Alter, bei Invalidität oder Tod effektiv erforderlich ist.

Es wäre ungerecht, wenn die unfreiwillig austretenden Personen keinen Anspruch auf einen Teil der freien Mittel hätten, zu deren Bildung sie beigetragen haben. Umgekehrt wäre es beim Vorliegen eines Fehlbetrages ungerecht, wenn die verbleibenden Personen diesen Fehlbetrag alleine tragen müssten.

Für die Durchführung einer Teilliquidation enthält das Gesetz (BVG) entsprechende Vorschriften.

 

Berufliche Vorsorge



BeraterSuche