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Rahmenbedingungen

Mindestvorschriften

Ein paar einfache Rahmenbedingungen bieten Orientierungshilfen rund um Beitrag, Leistung, Ausrichtung und Verpflichtungen.


Berechnung des versicherten Lohnes gemäss BVG

In der obligatorischen beruflichen Vorsorge wird nicht der gesamte AHV-Lohn versichert, da ein Teil des Lohnes bereits durch die AHV abgedeckt wird. Der versicherte Lohn wird in der beruflichen Vorsorge nach folgender Formel berechnet:

Vorsorgeeinrichtungen 

In der obligatorischen beruflichen Vorsorge sind Löhne bis zum maximal anrechenbaren BVG-Lohn von CHF 84'600.- (Stand 2015) versichert.

Versicherte Lohnteile in der überobligatorischen Vorsorge

Weiter gehende Leistungen als in der obligatorischen beruflichen Vorsorge vorgeschrieben, können Vorsorgeeinrichtungen auf freiwilliger Basis in der überobligatorischen beruflichen Vorsorge versichern.
In der überobligatorischen beruflichen Vorsorge sind Lohnteile über dem maximal anrechenbaren BVG-Lohn von CHF 84'600.- versichert.

Vorsorgeeinrichtungen 



Altersgutschriften, Verwaltungskosten, Risikoprämien sowie Sicherheitsfonds

Die Altersgutschriften sind die vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu erbringenden Beiträge, welche der Ansparung des Altersguthabens dienen.Der Sparprozess für die Altersleistungen beginnt gemäss BVG erst ab dem 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres. Die Altersgutschriften betragen in Zehnjahresschritten von 25 bis 65 Jahren 7 %, 10 %, 15 % bzw. 18 % des versicherten Lohnes (= koordinierter Lohn).

Verwaltungskosten

Durch die Verwaltungskosten werden insbesondere die Leistungen im Zusammenhang mit der Versicherten- und Rentnerverwaltung ausgeglichen. Dazu gehört auch die Erstellung von Grundlagendokumenten wie Verträge, Reglemente und Vorsorgepläne.

Risikoprämien

Die Risikoprämien ergeben sich aus der Höhe der Vorsorgeleistungen für die Risiken Invalidität und Tod. Im Weiteren beinhalten die Risikoprämien den Aufwand für die Anpassungen der obligatorischen Hinterlassenen- und Invalidenrenten an die Preisentwicklung. Die Risikoprämien betragen 3–8 % des versicherten Lohnes und sind von den versicherten Personen ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Lebensjahres zu bezahlen.

Sicherheitsfonds

Alle Vorsorgeeinrichtungen, welche die obligatorische berufliche Vorsorge durchführen, sind der Stiftung Sicherheitsfonds BVG angeschlossen und tragen zu ihrer Finanzierung bei. Der jährliche Beitrag beträgt 0.07 % für die Finanzierung der Zuschüsse bei ungünstiger Altersstruktur sowie 0.01 % für die Sicherstellung der Leistungen zahlungsunfähiger Vorsorgeeinrichtungen und anderer Leistungen.



Beitragsprimatkasse

Bei Vorsorgeeinrichtungen, die nach dem Beitragsprimat aufgebaut sind, richten sich die Leistungen nach den Beiträgen, die klar im Reglement definiert sein müssen (i. d. R. in Prozent des versicherten Lohnes).

Die Leistungen des Versicherten werden individuell aufgrund der geleisteten Beiträge berechnet.

Leistungsprimatkasse

Bei Vorsorgeeinrichtungen, die nach dem Leistungsprimat aufgebaut sind, werden die Vorsorgeleistungen in einer bestimmten Höhe festgelegt.

Aufgrund des vorgegebenen Leistungszieles wird berechnet, welche Beiträge dafür bezahlt werden müssen.



​Erfüllungspflichten seitens der Vorsorgeeinrichtungen

Vorsorgeeinrichtungen müssen jederzeit Sicherheit dafür bieten, dass sie die übernommenen Verpflichtungen, sprich die Übernahme von Alters-, Invaliden- oder Hinterlassenenleistungen, erfüllen können. Sind die Verpflichtungen gegenüber den Versicherten durch das Vermögen nicht mehr vollständig gedeckt, besteht eine Unterdeckung.

Eine zeitlich begrenzte Unterdeckung ist zulässig, wenn

  • sichergestellt ist, dass die Leistungen im Rahmen des Gesetzes bei Fälligkeit erbracht werden können, und
  • die Vorsorgeeinrichtung Massnahmen ergreift, um die Unterdeckung in einer angemessenen Frist zu beheben.

Die Massnahmen zur Behebung einer Unterdeckung müssen verhältnismässig, dem Grad der Unterdeckung angemessen und Teil eines ausgewogenen Gesamtkonzeptes sein. Sofern andere Massnahmen nicht zum Ziel führen, kann die Vorsorgeeinrichtung während der Dauer einer Unterdeckung.

  • zusätzliche Sanierungsbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern erheben. Dabei hat der Beitrag des Arbeitgebers mindestens gleich hoch zu sein wie die Summe der Beiträge seiner Arbeitnehmer. Die Beiträge sind nicht Teil der Freizügigkeitsleistungen;
  • den Mindestzinssatz unterschreiten (maximal jedoch während fünf Jahren);
  • einen Beitrag von den Rentnern erheben, wobei diese Massnahme restriktive anzuwenden und eine dauerhafte Kürzung des Rentenanspruchs nicht möglich ist. Die BVG-Mindestleistungen bleiben weiterhin gewährleistet;
  • die Auszahlung eines Vorbezugs für die Amortisation von Hypothekardarlehen zeitlich und betragsmässig einschränken oder ganz verweigern;
  • Einlagen in ein gesondertes Konto "Arbeitgeberbeitragsreserve mit Verwendungsverzicht " vornehmen und auch Mittel der ordentlichen Arbeitgeberbeitragsreserve auf dieses Konto übertragen.


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