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Institutionen

Verschiedene Bedürfnisse

Firmeneigene-, Sammel-, oder Gemeinschaftseinrichtungen: Für die verschiedenen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Arbeitgeber gibt es unterschiedliche Vorsorgeeinrichtungen.


Die passende Vorsorgemöglichkeit für jeden Arbeitgeber

Vorsorgeeinrichtungen sind im Rahmen des Gesetzes in der Gestaltung der Leistungen, in deren Finanzierung sowie in ihrer Organisation autonom. Sie müssen jedoch in der Stiftungsurkunde oder im Reglement Bestimmungen über Leistungen, Organisation, Verwaltung, Finanzierung, Kontrolle sowie dem Verhältnis zu Arbeitgebern, zu Versicherten und zu Anspruchsberechtigten erlassen. Zwingende Vorschriften des BVG sind den Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtungen übergeordnet.

Registrierte Vorsorgeeinrichtungen

Vorsorgeeinrichtungen, welche die obligatorische berufliche Vorsorge durchführen wollen, müssen sich bei ihrer Aufsichtsbehörde in das Register für die berufliche Vorsorge eintragen lassen.
Dies gilt auch für Vorsorgeeinrichtungen, die neben den obligatorischen Leistungen weitere Leistungen (so genannte überobligatorische Leistungen) vorsehen. Diese Vorsorgeeinrichtungen werden "umhüllende Vorsorgeeinrichtungen" genannt.

Nicht registrierte Vorsorgeeinrichtungen

Vorsorgeeinrichtungen, die nur überobligatorische Leistungen erbringen (d. h. Lohnteile über dem maximal anrechenbaren BVG-Lohn von CHF 84'240.- (Stand 2014) versichern), müssen sich nicht in das Register für die berufliche Vorsorge eintragen lassen.
Auch reine Wohlfahrtsfonds (patronale Stiftungen), die nur vom Arbeitgeber allein (ohne reglementarische Pflicht) finanziert werden, unterstehen nicht der Eintragungspflicht.



Vorsorgeeinrichtung eines einzelnen Arbeitgebers

Eine firmeneigene Vorsorgeeinrichtung dient einem Arbeitgeber zur Durchführung der beruflichen Vorsorge des eigenen Personals.

Im Gegensatz dazu stehen die Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen. Ihnen schliessen sich Unternehmen an, die keine eigene Vorsorgeeinrichtung gründen wollen.

 

Vorsorgeeinrichtungen 



Sammeleinrichtungen sind geeignet für Unternehmen ohne eigene Vorsorgeeinrichtung

Unternehmen, die für die Durchführung der Personalvorsorge keine eigene Vorsorgeeinrichtung gründen, schliessen sich einer Sammel- oder Gemeinschaftseinrichtung an.

Sammeleinrichtungen sind aus dem Alltag der Personalvorsorge nicht mehr wegzudenken. Tausende von kleinen und mittleren, teilweise auch grösseren Unternehmen lassen die Personalvorsorge für die Arbeitnehmer durch Sammeleinrichtungen abwickeln. Gründer von Sammeleinrichtungen sind vor allem Lebensversicherungsgesellschaften, Banken und Treuhandgesellschaften.

Separates Vorsorgewerk

Für jedes der Sammeleinrichtung angeschlossene Unternehmen besteht ein separates, vom Unternehmen unabhängiges, selbständiges Vorsorgewerk.

 

Vorsorgeeinrichtungen

 

Stiftungsrat / Personalvorsorgekommission

Als oberstes Organ der Sammeleinrichtung überwacht der Stiftungsrat die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Die Personalvorsorgekommission (PVK) ist das auf der Stufe der Personalvorsorgewerke gebildete paritätische Organ der Sammelstiftung. Sie ist für die Gestaltung und den Weiterausbau der Personalvorsorge verantwortlich und entscheidet über den Vorsorgeplan. Die Personalvorsorgekommission setzt sich aus gleich vielen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern des an die Sammeleinrichtung angeschlossenen Unternehmens zusammen (paritätische Verwaltung).



Vorsorgeeinrichtung für Berufs- und Wirtschaftsverbände

Die Gemeinschaftseinrichtung ist vor allem als Vorsorgeeinrichtungstypus von Berufs- und Wirtschaftsverbänden anzutreffen. Der angesprochene Kreis ist beschränkt auf die Mitgliederfirmen eines Berufs- oder Wirtschaftsverbandes, die oft einem gemeinsamen Gesamtarbeitsvertrag unterstehen.

Kein separates Vorsorgewerk

Im Unterschied zur Sammeleinrichtung werden für die einer Gemeinschaftseinrichtung angeschlossenen Unternehmen keine separaten Vorsorgewerke geführt.

 

Vorsorgeeinrichtungen

 

Betriebsübergreifende Merkmale

Bei der Gemeinschaftseinrichtung stehen betriebsübergreifende Merkmale im Vordergrund:

  • Die formellen und materiellen Entscheidungen betreffend Gestaltung und Ausbau der beruflichen Vorsorge werden auf Stufe Vorsorgeeinrichtung gefällt. Die Entscheidungsbefugnis hat das paritätische Organ (z. B. Stiftungsrat). Da für die angeschlossenen Unternehmen keine separaten Vorsorgewerke geführt werden, entfällt die Pflicht der Arbeitgeber, innerhalb ihres Unternehmens paritätische Organe (z. B. Personalvorsorgekommissionen) zu bilden.
  • Für die angeschlossenen Unternehmen gilt ein gemeinsames, vom gemeinschaftlichen Organ erlassenes Vorsorgereglement.
  • Der Stellenwechsel eines Arbeitnehmers innerhalb eines der Gemeinschaftseinrichtung angeschlossenen Unternehmens löst keinen Freizügigkeitsfall aus. Die Vorsorge des Arbeitnehmers wird weitergeführt.
  • Da für die angeschlossenen Unternehmen keine separaten Vorsorgewerke geführt werden, besteht in der Gemeinschaftseinrichtung nur gemeinschaftliches Vermögen. Über die Verwendung dieser Mittel entscheidet das gemeinschaftliche Organ der Vorsorgeeinrichtung.


Sicherstellung der obligatorischen beruflichen Vorsorge

Damit alle Arbeitnehmer tatsächlich versichert werden, ist eine Auffangeinrichtung errichtet worden. Die Spitzenverbände der Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben 1983 die "Schweizerische Sozialpartner-Stiftung für die Auffangeinrichtung" gegründet (Kurzbezeichnung "Stiftung Auffangeinrichtung BVG").

 

Vorsorgeeinrichtungen

 

Aufgaben der Auffangeinrichtung

Durchführung BVG-Vorsorge:
  • Zwangsanschluss
  • Freiwilliger Anschluss
  • Freiwillig versicherte Personen
  • Leistungsausrichtung bei Fehlen eines Anschlusses an einer Vorsorgeeinrichtung
Verwaltung von unzustellbaren Freizügigkeitsleistungen

Durchführung zentral an einem Ort

Durchführung obligatorische berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen

In Zusammenarbeit mit den regionalen Arbeitsvermittlungszentren



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