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Geschichte

Dreisäulensystem

Gesellschaftliche Umwälzungen während der Industrialisierung brachten die Entwicklung des Sozialsystems ins Rollen und es entstand unser heute gültiges Dreisäulensystem.


Zielsetzung

Seit 1972 ist die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge in Form des Drei-Säulen-Systems in der Bundesverfassung verankert. Die tragenden Elemente sind die staatliche, die berufliche und die private Vorsorge. Das 3-Säulen-Prinzip (BV Art. 111) hat zum Ziel, den gewohnten Lebensstandard im Alter, bei Invalidität und im Todesfall für sich oder die Hinterbliebenen aufrecht zu erhalten.

 

Geschichte Vorsorgesystem



Staatliche Vorsorge

AHV/IV und Ergänzungsdienstleistungen (EL)

Im Jahr 1948 trat das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) in Kraft. 1960 und 1966 folgten das Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) und die Ergänzungsleistungen (ELG). Die Gesetzgebung wird seither laufend angepasst und ergänzt.



Berufliche Vorsorge

Obligatorisch BVG/UVG und überobligatorische Vorsorge

Nicht nur der Staat reagierte auf die Verarmung, auch die Industrie bot ihren Arbeitern finanziellen Schutz im Alter, bei Krankheit oder Tod. Gesetzliche Bestimmungen dazu erschienen erstmals im Fabrikgesetz von 1918, worin sogenannte Fabrikkassen mit der Aufgabe betraut wurden, diesen Schutz zu gewährleisten. In der Privatwirtschaft dominierten zunächst Fürsorgefonds, die im Vorsorgefall Leistungen nach reinem Ermessen ausbezahlten. Immer mehr wurden solche Fonds abgelöst durch Versicherungseinrichtungen, die zum Voraus berechenbare Leistungen ausrichteten.

Im Jahr 1985 trat das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge in Kraft.



Private Vorsorge

Gebundene Vorsorge (Säule 3a) und freie Vorsorge (Säule 3b)

Der Zweite Weltkrieg hatte in der Schweiz ein starkes Bevölkerungs- und wirtschaftliches Wachstum zur Folge. Das Bedürfnis an Versicherungsschutz wuchs. 1972 wurde die private Vorsorge als Teil des Dreisäulenkonzepts in der Bundesverfassung verankert. Bund und Kantone erhielten den Auftrag, die Selbstvorsorge durch geeignete steuerliche Massnahmen zu fördern. Dies geschieht im Rahmen der gebundenen Vorsorge (Säule 3a). Ihr gegenüber steht die freie Vorsorge (Säule 3b). Die private Vorsorge gewinnt aufgrund der demographischen und wirtschaftlichen Probleme zunehmend an Bedeutung.



Die Jahreszahlen geben den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Gesetze an.

2006 3. Teil der 1. BVG-Revision (Steuerrechtliche Bestimmungen) 
2005 2. Teil der 1. BVG-Revision
2004 1. Teil der 1. BVG-Revision (Transparenzbestimmungen)
2003  Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
 2001       Bundesgesetz zur Weiterversicherung von erwerbstätigen Frauen in der beruflichen Vorsorge
 2000 Neue Bundesverfassung: Das Dreisäulenprinzip ist in den Art. 111– 113 verankert.
1997  Verordnung über die obligatorische berufliche Vorsorge von arbeitslosen Personen (Versicherungsschutz gegen die Risiken Tod und Invalidität)
1996  Seit dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) für die obligatorische Grundversicherung ist jede in der Schweiz lebende Person obligatorisch der Krankenversicherung unterstellt. Das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) regelt die freiwilligen Zusatzversicherungen.
1995  - Bundesgesetz über die Wohneigentumsförderung (WEF)
- Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG)
1985  Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) 
1984 - Mit der Inkraftsetzung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) wird das Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung (KUVG) in zwei selbstständige Gesetze getrennt und der obligatorische Unfallschutz auf alle Arbeitnehmenden ausgedehnt.
- Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
1972 Die Revision des Art. 34quarter verankert den Gedanken des Dreisäulenkonzepts in der Bundesverfassung. Damit entsteht die Grundlage für eine obligatorische Berufliche Vorsorge. 
1966  Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (ELG) 
1960 Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) 
1958  Die Revision des Obligationenrechts (OR) und des Zivilgesetzbuches (ZGB) bewirkt die Trennung der Personalvorsorgeeinrichtung von der Arbeitgeberfirma und die Regelung des Anspruchs auf Freizügigkeit. 
1952  Bundesgesetz über die Arbeitslosenversicherung. Die Einführung des Obligatoriums bleibt Sache der Kantone. 
1948  Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG)
1936  Mit der Revision des Obligationenrechts (OR) werden gesetzliche Grundlagen für die Personalvorsorge geschaffen.
1925 Der Auftrag zur Einführung einer Alters- und Hinterbliebenenversicherung wird in der Bundesverfassung verankert. 
1918 Das Fabrikgesetz enthält erstmals zwingende Vorschriften über Fabrikkassen
1916  Befreiung der Zuwendungen für Personalvorsorgezwecke von der Steuerpflicht auf Bundesebene  
1912  Das Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung (KUVG) schafft die Basis für eine obligatorische Unfallversicherung.
1890 Der Gedanke der Sozialversicherung wird mit der Annahme des Art. 34 bis in der Bundesverfassung verankert.
1889 Erste gesetzliche Bestimmungen über Personalvorsorgeeinrichtungen in der Eisenbahn- und Schifffahrtsgesetzgebung


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