AXA Verkehrssicherheitsreport 2009 
AXA Verkehrssicherheitsreport 2009
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Winterthur, 12. November 2009

Schweizer halten sich für die besten Autofahrer Europas

Gemäss einer repräsentativen Umfrage des Versicherungsunternehmens AXA in zehn Ländern gelten die Schweizer hinter den Deutschen und den Briten als drittbeste Autofahrer Europas. Die Eidgenossen selbst sehen sich an der Spitze der Rangliste. Dementsprechend gut ist ihr Sicherheitsgefühl im Strassenverkehr. Angst machen den Schweizerinnen und Schweizern laut der AXA-Studie* zum Verkehrsverhalten und zur Wahrnehmung des Strassenverkehrs in Europa vor allem Auffahrunfälle, weshalb zusätzliche Präventionsmassnahmen gefordert werden.

Acht von zehn Schweizern halten ihre Landsleute für gute Autofahrer, jeder Dritte gar für die besten des ganzen Kontinents. Keine andere westeuropäische Nation hat ein derart positives Bild von den eigenen Fahrkünsten. Im benachbarten Ausland geniessen Motorfahrzeuglenker mit CH-Kennzeichen ebenfalls einen guten Ruf, allerdings nicht einen ganz so guten wie in der Heimat selbst: Hinter Deutschen und Briten belegen sie Platz 3 in der Rangliste der besten Autofahrer Europas. Dies geht aus dem neuen Verkehrssicherheitsreport der Versicherungsgesellschaft AXA hervor, welcher auf der Grundlage einer repräsentativen Umfrage in zehn Ländern das Fahrverhalten und die Verkehrswahrnehmung auf Europas Strassen beleuchtet.

Hohes Sicherheitsgefühl der Schweizer Lenker

Nicht nur bei der Beurteilung ihrer eigenen Fahrkünste, sondern auch was das Sicherheitsgefühl betrifft, liegen die Schweizer an der Spitze: 87 Prozent fühlen sich auf der Strasse sehr sicher oder zumindest sicher. Im europäischen Durchschnitt sind es nur 75 Prozent. Die Wahrnehmung der Verkehrsteilnehmer täuscht nicht: Nimmt man die Anzahl Verkehrstoten zum Massstab, gehören die Schweizer Strassen (51 Verkehrstote auf eine Million Einwohner, Stand 2007) tatsächlich zu den sichersten Europas. Von den befragten Ländern weist nur Grossbritannien (50 Verkehrstote auf eine Million Einwohner) einen leicht besseren Wert aus.

Angst vor Auffahrunfällen ist gross

Die Schweizerinnen und Schweizer sind sich der Gefahren des Strassenverkehrs aber sehr wohl bewusst. 92 Prozent von ihnen halten die Missachtung des Sicherheitsabstandes für das gefährlichste Verhalten im Strassenverkehr, dicht gefolgt vom Telefonieren am Steuer (89 %) und vom Fahren ohne Sicherheitsgurt (88 %). Ungenügende Distanz, verbunden mit mangelnder Aufmerksamkeit, sei tatsächlich eines der grössten Risiken auf Schweizer Strassen, erklärt AXA Winterthur-Unfallexpertin Bettina Sinzig: «Pro Jahr werden über 4000 Auffahrunfälle polizeilich registriert.» Das müsste nicht sein: «Moderne Fahrer-Assistenz-Systeme warnen den Fahrer vor zu nahem Auffahren und können so zur Verhinderung von derartigen Unfällen beitragen», so Bettina Sinzig weiter. Leider sei der Nutzen solcher Fahrer-Assistenten noch zu wenig bekannt, weshalb die Stiftung für Prävention der AXA zusammen mit der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung eine entsprechende Informationskampagne (www.auto-iq.ch) lanciert habe.

Jeder Dritte mit dem Telefon in der Hand am Steuer

Viel wäre schon gewonnen, wenn man sich an die geltenden Verkehrsregeln halten würde – und da geben sich die Schweizerinnen und Schweizer keine Bestnoten: Jeder Dritte gesteht, manchmal bis oft mit dem Mobiltelefon in der Hand am Steuer zu sitzen. Nur in Italien, Luxemburg und Belgien wird im Auto häufiger ohne Headset oder Freisprechanlage telefoniert. Auch vor dem Lichtsignal nehmen es die Motorfahrzeuglenker mit dem Gesetz nicht allzu genau: 76 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer fahren gelegentlich oder gar häufig bei Orange über die Kreuzung. Im europäischen Durchschnitt sind es nur 72 Prozent. Fast jeder vierte Schweizer fährt manchmal zu schnell, sei es auf der Autobahn (24 %) oder innerorts (23 %). In den Nachbarländern kommen Tempoexzesse noch häufiger vor: Auf Autobahnen halten sich 32 Prozent der Europäer manchmal oder oft nicht an die Geschwindigkeitslimite, im Stadtverkehr 41 Prozent.

Versicherer in der Präventions-Pflicht

96 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer finden Unfallprävention im Strassenverkehr – insbesondere zu Gunsten von Kindern und Junglenkern – wichtig und erwarten von den Versicherungen Massnahmen in diesem Bereich. In erster Linie soll sich die Assekuranz für Präventionsprogramme in Schulen (43 %) und für Fahrsicherheitstrainings (42 %) stark machen. «Als grösster Schweizer Motorfahrzeugversicherer ist die AXA Winterthur in diesem Bereich seit je sehr aktiv», erklärt die Leiterin der AXA Winterthur-Unfallforschung Bettina Sinzig, «Wir sind die einzige Schweizer Versicherung mit eigener Unfallforschung, führen jährlich Crashtests in Wildhaus durch und unterstützen weitere Initiativen im Bereich Unfallprävention. Das Umfrageergebnis bestärkt uns darin, uns auch in Zukunft für die Sicherheit auf Schweizer Strassen einzusetzen.»

Der AXA Verkehrssicherheitsreport

Die Informationen des AXA Verkehrssicherheitsreports 2009 beruhen auf Daten, die durch das von der AXA beauftragte Marktforschungsinstitut Ipsos ermittelt und aufbereitet wurden. Teilgenommen haben insgesamt 8021 Europäer aus zehn Ländern (Belgien, Deutschland, Spanien, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Schweiz, Grossbritannien und Frankreich). In der Schweiz wurden 800 Autofahrer befragt. Die befragte Gruppe stellt einen repräsentativen Querschnitt der Schweizer Bevölkerung ab 18 Jahren dar. Die Telefon-Interviews wurden im Zeitraum von Juni bis Juli 2009 durchgeführt. Für die Zusammenstellung einer repräsentativen Stichprobe wurde das Quotensampling-Verfahren nach den Quotenmerkmalen Geschlecht, Alter und Region angewendet.

Das Unfallpräventionsengagement der AXA Winterthur

  • Einzige Schweizer Versicherung mit eigener Unfallforschung www.unfallforschung.ch
  • Informationskampagne der Stiftung für Prävention der AXA zur Steigerung der Bekanntheit von Fahrer-Assistenz-Systemen, gemeinsam mit bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung www.auto-iq.ch
  • Vermietung des Velosicherheitsparcours «Trick Track» für Schulen und Private www.tricktrack.ch
  • Sponsoring des AXA Crash Simulators im Verkehrshaus Luzern
  • Servicepaket «Driving at work» für Flottenkunden www.drivingatwork.ch